Pilsner Region – Osten

Grundinformationen

Der östliche Teil der Pilsner Region ist das Eingangstor ins Vorgebirge der Wälder von Brdy. Die Landschaft ist von Hügeln und tiefen Wäldern geprägt. Die intakte Natur dieses wenig bevölkerten Regionbezirks lädt zu Besuch insbesondere Romantikliebhaber. Sie können hier die wunderschönen Naturparks Obere Beraun (Horní Berounka), Radeč, Trhoň oder Kornatický potok bewundern. Tolle Sporterlebnisse versprechen einer der schönsten tschechischen Golfplätze, der GolfPark Plzeň und das Sport- und Wellnessgelände Darovanský dvůr.

Städte und Dörfer

Rokycany

Die erste urkundliche Erwähnung von Rokycany stammt aus dem Jahre 1110. Im Jahre 1584 wurde Rokycany vom Kaiser Rudolf II. zur Königsstadt erhoben. Historische Innenstadt: Kirche Maria Schnee, Reste der Stadtmauern, Rathaus nach den Entwürfen von A. Barth und I. A. Palliardi, Bürgerhäuser im Renaissance- und Barockstil, Fleischbänke nach einem Entwurf von J. Urban, barocker Brunnen aus dem Jahr 1827, barocke Mariensäule aus dem Jahr 1770; weitere Sehenswürdigkeiten: Museum Dr.-Bohuslav-Horák, Historisches Militärmuseum an der Demarkationslinie in Rokycany, Sternwarte.

www.rokycany.cz

Radnice

Radnice (deutsch Radnitz) ist ein Städtchen, das am westlichen Rand des Berglands „Křivoklátská vrchovina“ liegt. Die Stadt wurde erstmals 1336 erwähnt, als sie vom König Johannes von Luxemburg zusammen mit Zbiroh, Týček, Mýto und Újezd an die Rosenberger verkauft wurde. Dieses Adelsgeschlecht besaß Radnice für beinahe 100 Jahre. Von den nächsten Besitzern waren insbesondere die Mitglieder des Adelsfamilie Czernin bedeutend, unter denen Radnice durch ein Privileg von König Maximilian II. zur Stadt erhoben wurde. Am Stadtplatz gibt es ein barockes Schloss (J. Auguston – um das Jahr 1730); St.-Wenzels-Kirche aus dem Jahr 1720 (wahrscheinlich J. Auguston); am Stadtplatz Bürgerhäuser (N.C. 232 und 233) unter Denkmalschutz, Brunnen mit einem Empire-Bogen, jüdisches Ghetto mit einer Synagoge. Auf der Anhöhe die Kreuzigungsgruppe „Kalvárie“ mit einer barocken Jungfrau- Maria-Heimsuchung-Kapelle (K. I. Dientzenhofer). Stadt mit Bergbau- und Glastradition.

www.mestoradnice.cz


Zbiroh

Zbiroh ist eine romantische Sommerfrische an der Grenze zwischen den Wäldern von Brdy und dem Naturschutzgebiet Křivoklátsko. Erstmals erwähnt im Jahre 1230. Im Jahre 1897 wurde Zbiroh zur Stadt erhoben. Ein umgebautes Renaissance-Schloss mit einer Burgkapelle (Fresko-Dekoration des Presbyteriums), Wirkungsstätte des Jugendstil-Malers A. Mucha. Am Stadtplatz gibt es das Josef-Václav-Sládek-Museum (gewidmet diesem tschechischen Dichter), St.-Nikolaus-Kirche.

www.zbiroh.cz


Jüdische Denkmäler

Die kleineren und kleinsten Schlösser in der Gegend um die Stadt Rokycany sind meistens unzugänglich. Zu den historisch und architektonisch bedeutendsten Schlössern hier gehören jene in Hřešihlavy, Liblín, Mirošov und Zbiroh. Das bedeutendste Empire-Schloss befindet sich im Dorf Březina.

Sakrale Denkmäler 

Radnice – jüdisches Ghetto mit einer Synagoge

In der Stadt Radnice gibt es eines der am besten erhaltenen jüdischen Denkmäler in der ganzen Pilsner Region. Es handelt sich um eine Synagoge aus dem Jahr 1781, Wirkungsort des Rabbiners Isaac Mayer Wise (Stifter des US-amerikanischen Reformjudentums). Zugänglich nach Absprache. Es handelt sich um ein Kulturdenkmal.


Natursehenswürdigkeiten

Dorf Břasy

Naturdenkmal „Bašta“ mit einer Fläche von 0,06 ha, abgedeckter Aufschluss eines Steinkohlenflözes des westböhmischen Karbons. Naturdenkmal „Kateřina“ mit einer Fläche von 0,68 ha, eine erhaltene ca. 20 m hohe und 70 m lange Förderwand einer ehemaligen Steinkohle-Tagebaugrube mit Aufschluss von Karbonkonglomeraten und Arkosen.

Ejpovice

Erholungsgebiet, ein überschwemmtes Großbergwerk für Eisenerz. Heute ein ca. 50 ha großer See – Ejpovické jezero. Die Riffe von Ejpovice sind ein paläolontogisches Naturdenkmal.

Biskoupky

Naturdenkmal auf der Fläche von 1,4 ha mit Karbonfossilien.

Obere Beraun (tschechisch Horní Berounka)

Der Naturpark Obere Beraun – mit einer Fläche von 10. 100 ha – wurde entlang des Oberlaufs des Flusses Berounka (Beraun) zum Schutz von Natur-, Kultur- und historischen Werten landschaftlichen Charakters gegründet. Der Fluss Berounka, der durch den Zusammenfluss von den Quellflüssen Mže (Mies), Radbuza (Radbusa), Úhlava (Angel) und Úslava (Uslawa) entsteht, ist der größte Zufluss von Vltava (Moldau). Beim Durchfließen durch den Naturpark Obere Beraun trennt das tief eingeschnittene Tal unterschiedliche Landschaftstypen – die Rakonitzer Ebene (Rakovnická plošina) vom Massiv des Gebirges Brdy ab. Es entsteht ein Kontrast zwischen den romantischen Landschaftsszenerien – Täler mit verschiedenen Biegungen und Felsen – und den landwirtschaftlich ausgenutzten Flächen. Es handelt sich insbesondere um Teile des mäandernden Flusses unter dem Hügel Bílá Hora (Weißer Berg) und der Anhöhe Chlum (416 m ü.NN) bis zur Burgruine Věžka (Türmchen), um den Mäander bei Liblín, um das Gebiet zwischen der Burgruine Libštejn (Liebstein) und dem Zusammenfluss mit Střela (deutsch: Schnella) und um das Gebiet zwischen dem Tal Liblín und der Mühle Lejskův Mlýn mit den Felsen Třímalské skály und der Burgruine Krašov.

www.radnicko.cz

Landschaftsschutzgebiet Křivoklátsko (Pürglitzer Wald)

Das Landschaftsschutzgebiet Pürglitzer Wald erstreckt sich auf einer Fläche von 63.000 ha und ist zugleich ein UNESCO-Biosphärenreservat; es greift teilweise in die Mikroregion von Zbiroh hinein.

Chlum

Das Naturschutzgebiet „Chlumská stráň“ („Abhang von Chlum") erstreckt sich auf einer Fläche von 150 ha. Steile Abhänge über dem Fluss Berounka mit einem gemischten Schuttwald mit Vorkommen von Europäischer Eibe.

Zvoníčkovna

Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 8,67 ha, Eichen/Hainbuchenwald mit seltener Flora.

Die Teiche Kařezské rybníky

Die Teiche Kařezské rybníky sind ein Naturdenkmal in Form von einer Teichkette und Sumpfwiesen, die zum Schutz der Nistplätze von Wasservögeln, Amphibien und Reptilien zwischen den Dörfern Kařez und Kařízek dienen.

Die Teiche Kokotské rybníky

Es handelt sich um zwei verwachsende Teiche unweit vom Dorf Bušovice. Die Teiche wurden im 16. Jahrhundert an der Stelle des Dorfes Kokoty angelegt, das in den Hussitenzeiten eingegangen war. Ein Rundlehrpfad beginnt an der Endhaltestelle der Buslinie Nr. 53 in Dýšina – Nová Huť. Der Pfad ist 10 km lang und bietet insgesamt 11 Verweilpunkte in der schönen Landschaft der Teiche Kokotské rybníky. Präsentiert werden hier sowohl naturwissenschaftliche als auch historische Sehenswürdigkeiten.

Rokycanská stráň („Abhang von Rokycany")

Naturdenkmal mit einer Fläche von 20,01 ha, eine bedeutende geologische Lokalität der Karbonschiefer des barrandiensischen Ordoviziums. Fundort von Fossilien paläozoischer Fauna (Trilobiten, Conulata, Kopffüßler).

Skryje und die Teiche von Skryje

Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 59,50 ha, ein geomorphologisch und paläolontolgisch interessanter Teil vom Bach Zbirožský potok (eine schmale Felsenkluft, wo bedeutende Fossilien aus dem Raum von Skryje – Týřovice aus dem Kambrium gefunden wurden).

Pod starým hradem („Unter der Alten Burg“)

Naturdenkmal mit einer Fläche von 0,93 ha, eine tiefe Erosionschlucht unter der Ruine einer mittelalterlichen Festung. Fundort von Trilobiten und Armfüßern.

Žďár

Naturschutzgebiet von Gewächsen auf einem Felsengipfel und an Schuttabhängen mit einer Fläche von 0,5 ha, steinerne Wälle einer slawischen Siedlung der Hallstattzeit (750-450 v. u. Z.).

 

Museen und technische Denkmäler

Dr.-Bohuslav-Horák-Museum in Rokycany

Das Museum wurde im Jahre 1905 als heimatkundliches Museum, spezialisiert auf Eisenhüttenwesen und Paläontologie gegründet. Eine einzigartige Sammlung von 80. 000 Fossilien – sie zählt zu den größten und bedeutendsten in der Tschechischen Republik. Geschichte, Kultur und Natur der Region von der Urzeit bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts; Ausstellungen bildender und angewandter Kunst; Vorträge, verschiedene Expositionen.

www.muzeumrokycany.cz 

Militärisches historisches Museum der Demarkationslinie in Rokycany 

Militärwagen und Militärtechnik, Ausrüstung der tschechoslowakischen Armee. Die Außenexposition bilden mehr als 70 Exemplare von Automobil- und Artillerietechnik.

www.bahna.eu

Dobřív

Im Dorf Dobřív gibt es ein technisches Kulturdenkmal – einen bis heute funktionierenden Wasserhammer unter einem Teich am Bach Padrťský potok. Erstmals im Jahre 1505 erwähnt, im Betrieb bis 1956. Erhaltene Eisenhüttenanlagen, das größte und bedeutendste Denkmal seiner Art in der Tschechischen Republik, Außenstätte des Dr.-Bohuslav-Horák-Museums in Rokycany.

www.dobriv.rokycansko.cz

Stadtmuseum Radnice

Dokumentierung der Mikroregion Radnice, Völkerkunde, Geschichte, numismatische Sammlung (Münzen und Banknoten).

www.mestoradnice.cz