Umgebung des Stadtplatzes

Als die Stadt Pilsen im Jahre 1295 gegründet wurde, erbaute man hier etwa 300 Häuser. Die Gebäude wurden im Laufe der Zeit auf verschiedene Weise umgebaut, aber die meisten davon haben ihren historischen Wert behalten. Viele Häuser waren auch Zeugen interessanter Geschichtsereignisse.

Guldener-Haus (Guldenerovský dům)

Der Neubau des Eckhauses am Platz der Republik und der B. Smetana-Straße entstand im Jahre 1911 an der Stelle des ehemaligen Guldener-Hauses, das niedergerissen wurde. In der Hussitenzeit gehörte es einer Frau namens Kateřina (Katharina) Pabiánková. Sie war eine treue Anhängerin der Hussitenbewegung und in den Jahren 1419 – 1420 wohnte bei ihr Jan Žižka. Nach der Vertreibung der Hussiten aus Pilsen verließ auch Witwe Pabiánková die Stadt - nachdem sie der Sage nach ihren Besitz im Kellergeschoss des Hauses vergraben hatte. Später wurde das Gebäude von Jakub Auguston für Bartholomäus Guldener von Lobes umgebaut. Von dem Haus blieb ein wertvolles Portal erhalten, das sich heute am Gebäude der Studien- und Wissenschaftlichen Bibliothek befindet.

Haus „U Salzmannů“

Dieses Haus mit einem bossierten Renaissanceportal war Zeuge, als die Grundlagen zum Ruhm des Pilsner Bieres gelegt worden waren. Von hier aus brachte im Jahre 1842 der Fuhrmann Salzmann seinen Freunden in Prag das erste Fass Bier aus dem neuen „Bürgerlichen Brauhaus“. Im Jahre 1858 eröffnete er hier dann ein Gasthaus, das berühmt wurde – das Gasthaus „U Salzmannů“.

Str. Pražská 8

Perner-Haus

Es handelt sich um ein ursprünglich mittelalterliches Haus, in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, als es der Glockengießer-Familie Perner gehörte, kam es zu einem grundsätzlichen Barockumbau.

Str. Pražská 12

Haus Nr. 83 (Galerie „13“)

Ein ursprünglich mittelalterliches Haus mit drei bossierten Renaissanceportalen und einer einzigartigen gemalten Renaissancedecke aus Holz. Heute Sitz der Westböhmischen Galerie.

Str. Pražská 13

Haus Zum Weißen Löwen (U Bílého lva)

Im 16. Jahrhundert zählte dieses Gebäude zu den größten und teuersten Renaissancehäusern in Pilsen. An der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts wurde es zu einem spätbarocken Haus mit klassizistischen Elementen umgebaut.

Str. Pražská 15

Fleischbänke (Masné krámy)

Es handelt sich um einen interessanten historischen Bau der Fleischbänke, die aus dem Jahre 1392 stammen und bis zu den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts als Fleischmarkthalle gedient haben. In den Jahren 1964 – 1971 wurde das Gebäude umfassend renoviert. Es entstand dann ein spezifischer Ausstellungsraum, wo Ausstellungen und verschiedenste Kulturveranstaltungen stattfinden.

Str. Pražská 16

Haus mit Wasserturm

Das älteste Wasserwerk-Denkmal in Pilsen ist ein vierseitiger spätgotischer Turm an der Ecke der Straße Pražská und der Parkanlagen sady 5. května. Der Turm diente als Wasserturm und gehörte zugleich zu den Stadtmauern, er war Teil der Befestigung an dem ehemaligen Prager Tor. Nach 1822 wurde der Turm umgebaut und um einen Empire-Stock erhöht. Im Jahre 1912 trug man hierher das gotische Portal aus einem niedergerissenen Haus in der Straße Prešovská über. Heute ist in dem Gebäude eine Galerie untergebracht.

Str. Pražská 19

Haus in der Str. Perlová

Das kleine beschauliche Haus ist das Gegenteil von Patrizierhäusern. Es wurde nach 1575 auf dem Grund eines älteren Gebäudes für einfache Handwerker – Böttcher, Schneider u.ä. gebaut.

Str. Perlová 4

Die Straße Solní 

Wenn mach durch die Straße Solní geht, kann man sich an den Graffiti von Mikoláš Aleš an dem Eckhaus der Straßen Sedláčkova und Solní erfreuen. Der Zyklus „Handwerke“ mit Figuren eines Metzgers, Schmiedes, Mälzers, Schneiders und Schusters wird durch deren Zunftschilder und Fahnen ergänzt. Die originalen Kartons für diese Abbildungen von Mikoláš Aleš schmücken heute denSitzungssaal des Rathauses.

Das Haus Nr. 19 in der Straße Solní war einst im Besitz des Pilsner Druckers J. R. Port, für den der Baumeister des Hauses Eduard Kroh eine prächtige Dekoration der Fassade mit Porträts von 14 böhmischen Herrschern und den Wappen der böhmischen Kronländer ausarbeiten ließ.

Stadtpalais Zur Goldenen Sonne (U Zlatého slunce)

Das Palais entstand aus zwei mittelalterlichen Häusern, die bereits vor dem Jahr 1530 miteinander verbunden waren. Das Gebäude hat eine Rokokofassade und ein Hauswappen, heute ist es Sitz des tschechischen National Heritage Institutes.

Str. Prešovská 7

Mestl-Haus

Das spätgotische Haus wurde für den Oberbürgermeister F. Mestl im Jahre 1728, wahrscheinlich von J. Auguston, umgebaut. Es gibt hier ein Renaissanceportal.

Str. Dominikánská 14