Wie wird Bier gebraut

Das Geheimnis des Pilsner Biers steckt in vier Grundzutaten: Wasser, Malz, Hopfen und Hefe.

Die Basis eines jeden Biers ist Wasser, denn seine Eigenschaften und Qualität beeinflussen den Endgeschmack des Getränks. Gerade das weiche Pilsner Wasser ist das Geheimnis des Pilsner Lagerbiers. Eine weitere Zutat ist der Hopfen. Die im Hopfen enthaltenen Bitterstoffe verleihen dem Bier seinen typischen, leicht bitteren Geschmack und sein Aroma. In Tschechien braut man das Bier aus einer tschechischen Sorte des Saazer Hopfens, der zu den besten Hopfensorten der Welt zählt. Seine Vollmundigkeit und Farbe erwirbt das Bier vom Malz. Das Malz ist eigentlich gekeimtes und getrocknetes Getreide, vorwiegend Gerstenkorn. Der Endgeschmack wird auch durch die Hefepilze beeinflusst, die den im Bier enthaltenen Zucker in Alkohol und Kohlendioxid umwandeln.

Der magische Brauprozess beginnt in der Mälzerei. Das richtig vorbereitete und abgestandene Malz wird geschrotet und mit Wasser gemischt, so dass es zu einer breiigen Masse wird, Maische genannt. Die wird dann erhitzt, oder auch eingemaischt, was eine weitere Zuckerspaltung verursacht. Durch das Läutern der Maische entsteht die Bierwürze – eine süße Flüssigkeit, die Grundlage des Biers.

In dieser Phase kommt schließlich auch der Hopfen ins Spiel. Die Würze wird mit dem Hopfen gekocht, wodurch die Ausschlagwürze entsteht, und nach Abkühlen ist sie schon für die Gärung vorbereitet. Durchschnittlich vergärt das Bier etwa 7 Tage lang, spezielle Biersorten brauchen jedoch bis zu 14 Tage Gärung.

Wenn der Braumeister bestimmt, dass das Bier schon ausreichend vergärt ist, wird dies in einen Lagerkeller gebracht, wo es reift. Schankbiere reifen etwa 20 Tage, Lagerbiere bis zu zwei Monate. Anschließend wird das Bier nur noch gefiltert und von den überzähligen Hefezellen befreit.