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Wussten Sie eigentlich, von wem das Pilsener Bier gebraut wurde?

Es war Josef Groll, ein Braumeister aus dem bayerischen Vilshofen. Diesen hatten die Pilsener Bürger eingeladen, um sich in ihrem neuen Bürgerlichen Brauhaus ein besseres Bier brauen zu lassen, als jenes, für welches Pilsen bis dato berühmt berüchtigt war. Der Groll anhängende schlechte Ruf war ihnen dabei egal. Er galt als mürrisch, unausstehlich und zornig, vielleicht auch etwas sklerotisch, verstand sein Handwerk aber bestens. Er ließ sich also im Pilsener Brauhaus nieder, bekam ein helles Malz, guten Saazer Hopfen und das vorzügliche weiche Pilsener Wasser zur Verfügung gestellt. So begann er zu experimentieren, und mit etwas Glück und einer gehörigen Portion Erfahrung stellte sich bald der Erfolg ein – ein neues Bier war geboren. Böse Zungen behaupten, dies sei der Tatsache zu verdanken, dass er am besagten Tag, da er den ersten Sud Bier vor den Augen der Bürger brauen sollte, seine Brille zu Hause vergessen hatte. Ohne sie habe er sein bewährtes Rezept nicht lesen können und außerdem die Vorgehensweise verwechselt. Zu aller Überraschung entstand aber ein Bier von außerordentlich hoher Qualität. Doch das ist alles nur Gerede, weil er dieses perfekte Bier in gleicher Qualität jederzeit später erneut zu brauen vermochte. Im August dieses Jahres sind genau 200 Jahre seit dem Geburtstag von Josef Groll vergangen, einem Braumeister, dem Pilsen und die ganze Welt viel zu verdanken haben.

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